Weihnachtsfeier unternehmen teamEinige Weihnachtsreden sind legendär – weil sie lustig und pointiert, oder weil sie ganz im Gegenteil langweilig und peinlich waren.

Als Teamchef oder Teamchefin fürchte man sich oft ein bisschen vor Weihnachtsreden. Nicht jeder stellt sich gerne ins Rampenlicht und ist ein geborener Redner.

Dennoch sollte man über seinen Schatten springen und eine Rede halten, die kurz & unterhaltsam ist und den Teamgeist stärkt.

Wie man das erreichen kann, zeigen wir Ihnen in wenigen Schritten:

Typischer Fehler einer Weihnachtsrede

Es tönt ein wenig absurd, doch am meisten kann man immer noch aus Negativbeispielen lernen. Daher listen wir auf, was Sie vermeiden sollten.

  • hölzerne Floskeln und komplizierte Sätze: Wer zu Hause vor einem Blatt Papier sitzt, benutzt oft langweilige Floskeln und zu lange Sätzen. Doch eine Rede sollte in einfacher Sprache sein. Vermeiden Sie lange, verschachtelte Sätze.
    Am Besten, Sie reden zu Hause aus dem Stegreif und nehmen sich selber mit dem Smartphone auf.
  • lange Begrüssungsfloskeln zu Beginn: «Liebe Mitarbeiter, liebe… wieder ist ein Jahr vergangen. Ich freue mich, gemeinsam mit euch.. blablabla.» Wie oft haben sie solch ein Anfang schon gehört? Man hört bereits nach einer Minute nicht mehr zu.
    Steigen Sie sofort ein und beginnen Sie mit einem Geschehen, einem gelungenen Projekt oder einer Anekdote. Erst später oder gar am Ende können Sie alle begrüssen, etwa: «In diesem Sinne, liebe Kolleginnen und Kollegen, wünsche ich euch en Guete!»
  • «…und hiermit komme ich zum Ende meiner Rede und bedanke mich bei…» Wer das Ende seiner Rede ankündigt, der sollte auch wirklich zum Ende kommen.
  • Verzichten Sie auf Kritik, trockene Zahlen & Fakten, sowie Selbstdarstellung. Die Weihnachtsrede ist dafür nicht der richtige Anlass.

Ein spannender, direkter Einstieg, ein knackiger Schluss und leicht verständliche Sätze – das ist die Quintessenz, damit Ihnen die Leute zuhören. Jetzt kommt es «nur noch» auf den Inhalt an.

Wie eine Weihnachtsrede den Teamgeist stärkt

  • weihnachtsrede-haltenErwähnen Sie jeden aus Ihrem Team persönlich. Bedanken Sie sich, erzählen Sie eine kleine Anekdote oder heben Sie besondere Leistungen hervor. Ist Ihr Team zu groß, können Sie einzelne Abteilungen zusammenfassen.
  • Beschönigen Sie Probleme nicht, ignorieren Sie schwelende Konflikte nicht. Wenn sich das Team Sorgen für 2017 macht, müssen Sie nicht nur über Positives sprechen. Sprechen Sie Sorgen an, nehmen Sie Mitarbeiter ernst.
  • Betonen Sie in Ihrem Ausblick für 2017, dass jeder gebraucht wird. Formulieren Sie «Wir-Botschaften».
  • Mit rhetorischen Fragen binden Sie Ihre Zuhörerinnen und Zuhörer ein, z.B. «Erinnern Sie sich noch, als..», «Haben Sie damals nicht auch gedacht, dass..»
  • Geben Sie persönliche Gefühle preis. «Als YX angerufen hat, ist mir zuerst das Herz in die Hose gerutscht…»
  • Bauen Sie einige Zitate zum Teamgeist ein, z.B:
    • Talent wins games but teamwork and intelligence win championships. (Michael Jordan)
    • Mein Businessvorbild sind die die Beatles: Das waren vier Jungs, die ihre negativen Tendenzen unter Kontrolle hielten; sie haben sich ausbalanciert. Und das Ganze war besser als die Summe der Teile große Dinge im Geschäftsleben werden nie von einer Person umgesetzt; sie werden von einem Team von Menschen initiiert. (Steve Jobs).
    • Wer alleine arbeitet, addiert. Wer zusammenarbeitet, multipliziert. (Unbekannt)
  • Vielleicht haben Sie noch ein besonderes Zückerli, ein Ass im Ärmel? Kündigen Sie z.B. ein Teamevent für Anfang 2017 an, wie Winter-Team-Spiele oder ein Husky-Abenteuer.

Zuletzt noch die üblichen Tips, um eine Rede zu halten: Planen Sie Ihre Rede rechtzeitig, üben Sie vor dem Spiegel oder einer Zimmerpflanze, halten Sie Blickkontakt und reden Sie langsam!

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Rede für das Weihnachtsfest und Ihre Weihnachtsrede 2016.

 

Janine Wolf-Schindler

 

Wenn uns der Einzelhandel nicht täglich mit Guetzli, Lebkuchen und Adventskalender erinnern würde, könnte man es fast vergessen: Weihnachten steht schon wieder vor der Tür. Für viele ist die Vorweihnachtszeit im Job sehr stressig – Grund genug, ein bisschen Ausgleich zu suchen. Wir zeigen Ihnen die schönsten Ideen auf, wie Sie den Advent mit Arbeitskollegen feiern können.

Übrigens: In England wünscht man sich, der Political Correctness wegen, «Happy Holidays» vor Weihnachten. Für multikulturelle Teams gilt es, ein bisschen Rücksicht zu nehmen. Gleichzeitig sind Weihnachten und die Adventszeit kulturell so tief verwurzelt, dass die meisten Unternehmen an den Traditionen festhalten. Nach wie vor gibt es Weihnachtsfeiern und weihnachtliche Dekoration. Denn auch nicht religiöse Menschen können sich darüber erfreuen.

1. Advent mit Arbeitskollegen: Der Adventskalender

Adventskalender-BüroDen Adventskalender kennen wir aus Kindertagen. Kaum einer hat ihn heute noch zu Hause, es sei denn, für die eigenen Kinder. Doch warum nicht im Team gemeinsam einen haben?

Jeder nimmt ein kleines Päckchen mit (Wochenenden können getrost weggelassen werden). Dann werden Nummern darauf geschrieben und jeder bekommt eine zugeordnet. Ist das Team relativ klein, muss jeder zwei bis drei Geschenkli kaufen, bekommt aber auch mehr.

Tip: Vorher eine Obergrenze festlegen, 5 Franken beispielsweise,

Der Adventskalender kann an einer Schnur aufgehängt werden. Die Freude & der Spass beim Auspacken sind garantiert.

2. Advent mit Arbeitskollegen: Der Weihnachtsmarkt

Weihnachtsmarkt mit ArbeitskollegenGlühweintrinken auf dem Christkindlimärt hat in vielen Teams eine lange Tradition. Oft gehen nur Kollegen – es wäre aber schade, wenn Neulinge oder Praktikanten ausgeschlossen werden. Besonders, wenn am nächsten Tag noch ausführlich über die lustige Zeit gesprochen wird.

Gehen Sie daher einmal offiziell mit allen Arbeitskollegen auf den Markt. Es muss ja nicht immer der Weihnachtsmarkt in der Nähe sein.

Lassen Sie sich von den vielen Möglichkeiten in Ihrer Umgebung inspirieren.

3. Advent mit Arbeitskollegen: Der Samichlaus kommt

Auch (oder gerade?) für Erwachsene macht Samichlaus Spielen doch noch immer Spass. Gerade als Teamchef ist es eine schöne Variante, kleine Weihnachtsgeschenke zu verteilen!

nikolaus-teamchefBesonders schön ist es, wenn die Geschenke nicht nur verteilt werden, sondern auch ein paar kurze Sätze pro Person gesagt werden. Dabei sollte natürlich nicht offen kritisiert werden, doch vergangene Reibereien dürfen auch angesprochen werden – Ehrlichkeit wird geschätzt!

Beispielsweise: Lieber Hannes, wir beide hatten uns doch das ein oder andere Mal in den Haaren. Du hast es nicht immer einfach mit mir gehabt. Doch deine Ehrlichkeit schätze ich und sie bringt mich weiter…

Dieser kleine Nikolausevent bringt Freude & Spass ins Team. Gleichzeitig kann man so die ein oder andere Zwistigkeit beilegen und das Team für den Jahresendspurt motivieren.

 

Neben diesen drei kleinen Ideen gibt es noch viele weitere: Sie könnten im Team Guetzlirezepte austauschen (der ein oder andere wird mit seinen Backkünsten verblüffen!), gemeinsames Fondue essen planen, weihnachtlich dekorieren, oder wichteln. Denn: Ein bisschen weihnachtliches Flair kann auch beim letzten Grinch Wunder bewirken.

 

 

Teamwork ist besonders für die Generation Y wichtig. Warum ist das so, und was bewirkt Teamwork genau? Eine neue Studie gibt Auskunft.

Teamwork für mehr Commitment & gegen Wechsel

teamtimeDie meisten meiner Freunde, die zur Generation Y gehören, sind aktiv auf Linkedin. Das heisst, sie können und werden jederzeit von Headhuntern oder HR-Abteilungen angesprochen, die auf der Suche nach neuen Mitarbeitern sind. Nie war es einfacher, zum Mittagessen mit einem neuen Chef zu sprechen.

Was früher nur in der Bankenbranche gang und gäbe war, gibt es mehr und mehr in anderen Wirtschaftszweigen. Diese Fluktuation ist für Unternehmen mit hohen Kosten verbunden: Kaum sind neue Mitarbeiter eingearbeitet und bringen echten Mehrwert, suchen sie nach neuen Aufgaben und Herausforderungen.

Die weitaus höheren Kosten für Unternehmen dürften aber indirekt entstehen: Wer bereit ist, seinen Job zu wechseln, fühlt sich dem Unternehmen weniger verpflichtet. Durch weniger Commitment der Mitarbeiter gehen wertvolle Ressourcen verloren. Gerade junge Fachkräfte von heute gehören zu der sogenannten Generation Y. Sind sie nicht zufrieden, wechseln sie den Job, wie der Tagesanzeiger berichtete. Gleichzeitig geben sie aber alles, wenn die Chemie stimmt.

Gemäss der Swiss-Professional-Karrierestudie sind «Teamaktivitäten, Aktionen oder eine verbesserte Infrastruktur für die Mitarbeiter (…) Massnahmen, die der Zufriedenheit dienen.»

Studie zu Teamwork

Auf die gleiche Antwort kommt eine aktuelle, grossangelegte Studie der Universität von Arizona, in der Daten von 51.000 Angestellten analysiert wurden. Das Ergebnis der Studie zeigt das, wie Teamwork dem Unternehmen Geld spart durch höheres Commitment. Gleichzeitig führt gutes Teamwork zu besserem Engagement, höherer Effizienz und letzten Endes auch zu höherer Kundenzufriedenheit.

Interessanterweise fühlen wir uns gerne als Teil eines grösseren Ganzen. Die individuelle Karriere und Zukunftsperspektiven verblasen vor dem Hintergrund eines guten Teams.

Linda Hills, Professorin an der Harvard Business School und ausgezeichnet mit dem Thinkers50 Innovation Award im Jahr 2015, plädiert dafür, dass Organisationen ihr Management ändern. Anstatt Vorgaben von oben zu machen und Visionen aufzuzeigen, sollten die Visionen im Kollektiv, quasi von unten entstehen.

So entstehe auch mehr Innovation, wie sie in ihrem Buch Collective Genius erklärt.

Teamwork für die Generation Y

teamworkEs ist interessant, dass gerade die Generation Y, die Facebook und andere soziale Medien als lebenswichtig ansieht, so viel Wert auf Teamwork legt. Haben doch manche eher den Eindruck, dass ihnen Handy & Laptop genügen.

Doch viele von ihnen können auf ein stabiles Elternhaus zurückblicken und sind es gewöhnt, von klein auf ein grosses Mitspracherecht zu haben. Durch Internetprojekte wie Wikipedia teilen sie ihr Wissen gern mit anderen, auch mit unbekannten Menschen. Es ist ihnen bewusst, dass das Teilen von Wissen mehr Vorteile bringt.

Gleichzeitig verabscheuen sie feste Hierarchien. Teamwork und Spass an der Arbeit ist deshalb auch so wichtig, weil sie nicht mehr strikt zwischen Arbeit und Freizeit trennen. Sie wollen sich bereits in ihrer Arbeitszeit verwirklichen, nicht nur nach Feierabend.

Doch Teamwork allein kann natürlich keine Wunder stiften: Auch zufriedene Mitarbeiter wechseln ihre Jobs, wenn die eigene Arbeit nicht als sinnstiftend gesehen wird.

Janine Wolf-Schindler

Teamblog-beispiel

Der Teamblog – für viele Firmen eine tolle Kommunikationsplattform

Wie genau unterstützt ein Teamblog mein Team? Was muss ich beachten und worüber könnte mein Team schreiben? Wie präsentieren die wichtigsten Fakten.

Was ist ein Teamblog?

Ein Teamblog ist ein Blog von verschiedenen Bloggern oder Schreibern. Das können Freunde, verschiedene Experten oder Menschen mit gleichen Interessen sein. Auch Unternehmen und Teams können ein Teamblog führen. Er kann zum freien Austausch von Ideen, als informelle Wissensquelle und nicht zuletzt als Teambuilding-Aktivität dienen.

Grosse Unternehmen, aber auch KMUs, haben eventuell bereits einen Wiki mit Anleitungen und Beschreibungen von Arbeitsvorgängen. Während solche Plattformen eher dem Informationsaustausch dienen, können Blogs einen Wiki ergänzen.

Eingearbeitete Mitarbeiter werfen oft nur noch selten einen Blick in solche Wikis. Infos zu neuen Mitarbeitern, Ankündigungen zu Wettbewerben oder Weihnachtsferien – wenn sie denn dort publiziert werden – gehen schlicht unter.

Eine Art informeller Teamblog kann daher eine Lücke schliessen.

Wie benutze ich einen Teamblog?

Je nach Team- oder Unternehmensgrösse sollte man sich überlegen, ob die ganze Firma oder nur das eigenen Team teilnehmen und lesen kann. Für weniger als zwanzig Mitarbeiter lohnt sich ein solches Projekt kaum.

Wichtig ist es, diesen internen Blog von sogenanten Unternehmensblogs oder Corporate Blogs zu unterscheiden. Letztere sind an die Öffentlichkeit adressiert und repräsentieren das Unternehmen nach aussen.

Teamkommunikation

Worum geht es in dem neuen Projekt?

Es gibt aber durchaus Schnittmengen: Artikel aus dem internen Teamblog könnten auch für den offiziellen Unternehmensblog genützt werden: Berufsanfänger können von ihren ersten Konferenzen berichten, Lehrlinge könnten über ihre Erfahrungen schreiben.

Der Teamblog sollte vom ganzen Team benutzt werden. Damit er gut funktioniert, sollte jeder im Team ein bis zwei Einträge pro Jahr schreiben. Das kann natürlich auch zu zweit oder zu dritt geschehen. Sie werden sehen, es gibt viel zu berichten.

Kategorien des Teamblogs

Je nach Team sind die verschiedensten Kategorien möglich. Überlegen Sie, worüber beim Mittagessen gern in einem informellen Rahmen gesprochen wird. Sind nicht viele dieser Informationen für das ganze Team interessant?

  • Erfahrungen von anderen Standorten
  • Informelle Berichte von internationalen Konferenzen
  • Mitteilungen des HR
  • Fotos und Geschichten von Betriebsfeiern und Firmenausflügen
  • Teambuilding-Aktivitäten
  • Best-Practice Projekte
  • Erfolgsstories einzelner Teams
  • Privates (Jemand hat Nachwuchs bekommen, macht etwas Spannendes während eines Sabbaticals)

    Was gab es Spannendes auf der Messe?

    Was gab es Spannendes auf der Messe?

Im Unterschied zu offiziellen Protokollen kann und soll hier durchaus mehr geschrieben werden – wie war das Essen, das Hotel? Gab es im Taxi einen lustigen Vorfall? Wie konnten einzelne Probleme elegant oder unkonventionell gelöst werden?

Es gibt viele Informationen, die nur gut vernetzte oder kommunikative Mitarbeiter erfahren. Doch eigentlich sind sie für alle nützlich.

Vor- und Nachteile eines internen Unternehmensblogs

Genau dieser Punkt ist einer der grossen Vorteile. Zum einen hilft der informelle Austausch all jenen, die durch Mutterschaftsurlaub, Ferien, eine Auslandsreise oder längere Krankheit einiges verpasst haben. Gleichzeitig strukturiert er Informationen, die im Postfach vielleicht untergehen. Berufsanfänger können von einem solchen Angebot nicht genug bekommen.

Gleichzeitig schweisst ein Blog zusammen. Es macht Spass, gemeinsam im Team über ein erfolgreiches Projekt oder einen Auslandsaufenthalt zu berichten.

Nicht zuletzt bietet ein Teamblog die für so viele Mitarbeiter wichtige Transparenz. Wer arbeitet gerade woran? Welche Projekte haben was erreicht? Solche Informationen sind für alle Teammitglieder relevant und wichtig, um sich längerfristig mit dem ganzen Unternehmen zu identifizieren.

Der Nachteil liegt auf der Hand: Es kostet Zeit. Einmal muss der Blog aufgesetzt werden, was dank heutiger Open Source Technologien fast gratis ist. Danach lebt der Blog aber nur, wenn er regelmässig neue Einträge erhält. Doch Sie werden sehen – es macht so viel Spass, dass jeder gerne einen kleinen Beitrag leisten wird.

Janine Wolf-Schindler

 

 

Unklare Kommunikation im TeamKennen Sie das Gefühl: Sie lesen eine E-Mail in Ihrem Posteingang und müssen sich erst einmal am Kopf kratzen. Was meint die Chefin da genau? Sie fragen vielleicht Kollegen in Ihrem Team, was sie verstehen. Am Ende, nach einer Rückfrage, haben Sie es verstanden, fast jedenfalls.

Was wir schreiben, ist oft unklar und kostet Zeit

Josh Bernoff, Autor und Kommunikationsexperte, hat Anfang dieses Jahres eine Studie über «Business Writing» gemacht. Er fragte Manager, Analysten, Führungskräfte und Berater, wie effektiv das geschriebene Material war, dass sie erhielten. Das Material wurde als nicht so gut eingeschätzt. Allerdings: Was sie selber schreiben, das sei in ihren Augen klar und effektiv.

Sie sehen die Diskrepanz. Wir lernen daraus, uns an die eigene Nase zu fassen:

  • Bekomme ich oft zeitaufwendige Rückfragen?
  • Gibt es gar Missverständnisse in meinem Team?
  • Schreibe ich wirklich klar und präzis?

Es lohnt sich, den eigenen Schreibstil zu überdenken. Wie viel Zeit verbringen wir damit, zu schreiben oder zu lesen? E-Mails mit Anfragen, Anleitungen, Anweisungen, Reports, Mitschriften usw. Für eine klare Teamkommunikation braucht es einen klaren Schreibstil.

Wenn Sie etwas Längeres oder Kompliziertes schreiben müssen, helfen diese vier einfachen Regeln.

Vier Schreibtipps für Unternehmen für klare Kommunikation

1. Zuerst planen

Gedanken machen zum SchreibenBevor Sie loslegen, sollten Sie eine kurze Übersicht niederschreiben. Am besten fassen Sie für sich in wenigen Sätzen zusammen, was Sie erreichen wollen.

Sie könnten dieses Sätze auch mit der Diktierfunktion Ihres Smartphones aufnehmen und später abhören. Überlegen Sie sich dann:

 

  • Was ist der wichtigste Punkt meiner Botschaft?
  • Kommen meine Ziele rüber?
  • Ist meine so Gliederung sinnvoll?
  • Habe ich nichts vergessen?

Bei grösseren Schreibprojekten könnten Sie jetzt auch schon ein kurzes Feedback einholen.

2. «Konzis» schreiben

Konzis schreiben meint, keinen Satz zu wenig, aber auch keinen Satz zu viel zu schreiben. Natürlich sprechen wir nicht über Höflichkeitsfloskeln!

Überdenken Sie kurz, ob es die letzten acht Sätze wirklich gebraucht hat – oder waren sie eher verwirrend? Sie werden sehen: Ihr Team wird Ihnen diesen Schritt danken.

Wichtige Dokumente lässt man besser einen Tag liegen und schaut am nächsten Tag noch einmal drauf. Dann ist man nicht mehr in den eigenen Gedankengängen gefangen und erkennt eher, wo man sich verrannt hat.

3. Zielgruppengerecht schreiben

Wem schreibe ich eigentlich? Welches Hintergrundwissen hat die Person?

Stellen Sie sich immer die Person vor, der sie schreiben. So schreibt man einfacher zielgruppengerecht. Wenn Sie sie nicht kennen, verfügen Sie doch über genug Informationen. Stellen Sie sich einfach jemand anderen vor, der einen ähnlichen beruflichen Hintergrund hat.

4. Schlechte Gewohnheiten erkennen

Holen Sie sich vom Team Feedback ein, bevor Sie etwas abschicken oder einreichen. Auch nachträglich lohnt es sich, regelmässig um ehrliche Meinungen zu fragen. So erkennen Sie eventuell, dass Sie immer wieder dieselben Fehler machen. Manche Menschen überspringen wichtige Gedankensprünge, andere verlaufen sich in Details, so dass man den roten Faden verliert.

 

Viel Erfolg bei Ihren kommenden Schreibprojekten!

Janine Wolf-Schindler

 

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