Team Building


Eine einzige Person kann das Team negativ beeinflussen.

In jedem Team gibt es von Zeit zu Zeit Probleme im Team durch ein faules Ei – eine Person, die offenkundig keine Lust auf Teamarbeit hat. Das kann sich in ihrer Kommunikation, in mangelndem Commitment oder in fehlendem Enthusiasmus äussern.

Solch eine Person beinträchtig die Leistung des Teams enorm. Gemäss dem Ringelmann-Effekt nimmt die Leistung des Einzelnen umso mehr ab, je größer ein Team wird. Man tendiert dazu, sich zu «verstecken». Dieses Problem kann man durch Belohnung von Einzelleistungen vermeiden.

Doch wer ein «faules Ei» im Team hat, dem gelingt es nicht so leicht, dagegenzusteuern: Der Soziologe Benjamin Walker fand heraus, dass die schlechte Leistung einer Person nicht kompensiert werden kann – auch nicht von einem gut funktionierendem Team. Hinzu kommt, dass Atmosphäre in der Gruppe erheblich gestört wird.

Die ein Person steckt alle anderen an – wie auch eine weitere Studie zur «Social Contagion Theory» zeigte. Schon kleine Signale, das man keine Lust hat, unmotiviert oder schlecht gelaunt ist, verschlechtern die Teamarbeit enorm. Das kann dazu führen, dass alle anderem im Team zunehmend frustriert und unmotiviert sind.

Wie kann man auf ein faules Ei im Team reagieren?

Carolyn O’Hara gibt in einem Artikel des Harvard Business Reviews klare Tipps.

Ihr erster Tipp ist einfach, geht im Alltag aber oft vergessen: Ziehen Sie keine voreiligen Schlüsse. Vielleicht ist der Grund einer längeren fehlenden Mitarbeit persönlicher Natur. Stress in der Partnerschaft oder Krankheit von Eltern nimmt natürlich die Motivation, sich aktiv im Team einzubringen.

Fragen können helfen, in einen Dialog zu treten, um Anschuldigungen zu vermeiden. So erfahren Sie beispielsweise durch Fragen, ob die Person überlastet ist durch andere Projekte.

Genauso einfach tönt ihr weiterer Tipp – den viele Teams nicht einhalten: Schliessen Sie niemanden aus. Es geht schnell, dass wir einen Querulanten aus unsrer Mitte ausschliessen. Gerade als Teamchef sollte man aktiv auf die Person zugehen und sich bei einem Kaffee besser kennenlernen.

Überlegen Sie zudem: Sind die Rollen klar verteilt? Schüchterne Menschen oder solche, die sich keine Blösse geben wollen, wollen oft nicht nachfragen. Es kann sein, dass die Rollen nicht klar sind. Aus Angst, falsch zu agieren, bringen sich dadurch einige nicht ein.

In solch einem Gespräch sollten zudem die Ziele des Teams geklärt werden. Vielleicht gibt es auch Anpassungen über die einzelnen Rollen. Stärken, Schwächen, Vorlieben oder Abneigungen wurden möglicherweise nicht genug berücksichtig.

Wichtig ist vor allem aber: Handeln Sie. Wenn einer im Team nicht mitzieht, leidet die gesamte Teamarbeit.

Janine Wolf-Schindler

 

Weihnachtsfeier unternehmen teamEinige Weihnachtsreden sind legendär – weil sie lustig und pointiert, oder weil sie ganz im Gegenteil langweilig und peinlich waren.

Als Teamchef oder Teamchefin fürchte man sich oft ein bisschen vor Weihnachtsreden. Nicht jeder stellt sich gerne ins Rampenlicht und ist ein geborener Redner.

Dennoch sollte man über seinen Schatten springen und eine Rede halten, die kurz & unterhaltsam ist und den Teamgeist stärkt.

Wie man das erreichen kann, zeigen wir Ihnen in wenigen Schritten:

Typischer Fehler einer Weihnachtsrede

Es tönt ein wenig absurd, doch am meisten kann man immer noch aus Negativbeispielen lernen. Daher listen wir auf, was Sie vermeiden sollten.

  • hölzerne Floskeln und komplizierte Sätze: Wer zu Hause vor einem Blatt Papier sitzt, benutzt oft langweilige Floskeln und zu lange Sätzen. Doch eine Rede sollte in einfacher Sprache sein. Vermeiden Sie lange, verschachtelte Sätze.
    Am Besten, Sie reden zu Hause aus dem Stegreif und nehmen sich selber mit dem Smartphone auf.
  • lange Begrüssungsfloskeln zu Beginn: «Liebe Mitarbeiter, liebe… wieder ist ein Jahr vergangen. Ich freue mich, gemeinsam mit euch.. blablabla.» Wie oft haben sie solch ein Anfang schon gehört? Man hört bereits nach einer Minute nicht mehr zu.
    Steigen Sie sofort ein und beginnen Sie mit einem Geschehen, einem gelungenen Projekt oder einer Anekdote. Erst später oder gar am Ende können Sie alle begrüssen, etwa: «In diesem Sinne, liebe Kolleginnen und Kollegen, wünsche ich euch en Guete!»
  • «…und hiermit komme ich zum Ende meiner Rede und bedanke mich bei…» Wer das Ende seiner Rede ankündigt, der sollte auch wirklich zum Ende kommen.
  • Verzichten Sie auf Kritik, trockene Zahlen & Fakten, sowie Selbstdarstellung. Die Weihnachtsrede ist dafür nicht der richtige Anlass.

Ein spannender, direkter Einstieg, ein knackiger Schluss und leicht verständliche Sätze – das ist die Quintessenz, damit Ihnen die Leute zuhören. Jetzt kommt es «nur noch» auf den Inhalt an.

Wie eine Weihnachtsrede den Teamgeist stärkt

  • weihnachtsrede-haltenErwähnen Sie jeden aus Ihrem Team persönlich. Bedanken Sie sich, erzählen Sie eine kleine Anekdote oder heben Sie besondere Leistungen hervor. Ist Ihr Team zu groß, können Sie einzelne Abteilungen zusammenfassen.
  • Beschönigen Sie Probleme nicht, ignorieren Sie schwelende Konflikte nicht. Wenn sich das Team Sorgen für 2017 macht, müssen Sie nicht nur über Positives sprechen. Sprechen Sie Sorgen an, nehmen Sie Mitarbeiter ernst.
  • Betonen Sie in Ihrem Ausblick für 2017, dass jeder gebraucht wird. Formulieren Sie «Wir-Botschaften».
  • Mit rhetorischen Fragen binden Sie Ihre Zuhörerinnen und Zuhörer ein, z.B. «Erinnern Sie sich noch, als..», «Haben Sie damals nicht auch gedacht, dass..»
  • Geben Sie persönliche Gefühle preis. «Als YX angerufen hat, ist mir zuerst das Herz in die Hose gerutscht…»
  • Bauen Sie einige Zitate zum Teamgeist ein, z.B:
    • Talent wins games but teamwork and intelligence win championships. (Michael Jordan)
    • Mein Businessvorbild sind die die Beatles: Das waren vier Jungs, die ihre negativen Tendenzen unter Kontrolle hielten; sie haben sich ausbalanciert. Und das Ganze war besser als die Summe der Teile große Dinge im Geschäftsleben werden nie von einer Person umgesetzt; sie werden von einem Team von Menschen initiiert. (Steve Jobs).
    • Wer alleine arbeitet, addiert. Wer zusammenarbeitet, multipliziert. (Unbekannt)
  • Vielleicht haben Sie noch ein besonderes Zückerli, ein Ass im Ärmel? Kündigen Sie z.B. ein Teamevent für Anfang 2017 an, wie Winter-Team-Spiele oder ein Husky-Abenteuer.

Zuletzt noch die üblichen Tips, um eine Rede zu halten: Planen Sie Ihre Rede rechtzeitig, üben Sie vor dem Spiegel oder einer Zimmerpflanze, halten Sie Blickkontakt und reden Sie langsam!

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Rede für das Weihnachtsfest und Ihre Weihnachtsrede 2016.

 

Janine Wolf-Schindler

 

Teamwork ist besonders für die Generation Y wichtig. Warum ist das so, und was bewirkt Teamwork genau? Eine neue Studie gibt Auskunft.

Teamwork für mehr Commitment & gegen Wechsel

teamtimeDie meisten meiner Freunde, die zur Generation Y gehören, sind aktiv auf Linkedin. Das heisst, sie können und werden jederzeit von Headhuntern oder HR-Abteilungen angesprochen, die auf der Suche nach neuen Mitarbeitern sind. Nie war es einfacher, zum Mittagessen mit einem neuen Chef zu sprechen.

Was früher nur in der Bankenbranche gang und gäbe war, gibt es mehr und mehr in anderen Wirtschaftszweigen. Diese Fluktuation ist für Unternehmen mit hohen Kosten verbunden: Kaum sind neue Mitarbeiter eingearbeitet und bringen echten Mehrwert, suchen sie nach neuen Aufgaben und Herausforderungen.

Die weitaus höheren Kosten für Unternehmen dürften aber indirekt entstehen: Wer bereit ist, seinen Job zu wechseln, fühlt sich dem Unternehmen weniger verpflichtet. Durch weniger Commitment der Mitarbeiter gehen wertvolle Ressourcen verloren. Gerade junge Fachkräfte von heute gehören zu der sogenannten Generation Y. Sind sie nicht zufrieden, wechseln sie den Job, wie der Tagesanzeiger berichtete. Gleichzeitig geben sie aber alles, wenn die Chemie stimmt.

Gemäss der Swiss-Professional-Karrierestudie sind «Teamaktivitäten, Aktionen oder eine verbesserte Infrastruktur für die Mitarbeiter (…) Massnahmen, die der Zufriedenheit dienen.»

Studie zu Teamwork

Auf die gleiche Antwort kommt eine aktuelle, grossangelegte Studie der Universität von Arizona, in der Daten von 51.000 Angestellten analysiert wurden. Das Ergebnis der Studie zeigt das, wie Teamwork dem Unternehmen Geld spart durch höheres Commitment. Gleichzeitig führt gutes Teamwork zu besserem Engagement, höherer Effizienz und letzten Endes auch zu höherer Kundenzufriedenheit.

Interessanterweise fühlen wir uns gerne als Teil eines grösseren Ganzen. Die individuelle Karriere und Zukunftsperspektiven verblasen vor dem Hintergrund eines guten Teams.

Linda Hills, Professorin an der Harvard Business School und ausgezeichnet mit dem Thinkers50 Innovation Award im Jahr 2015, plädiert dafür, dass Organisationen ihr Management ändern. Anstatt Vorgaben von oben zu machen und Visionen aufzuzeigen, sollten die Visionen im Kollektiv, quasi von unten entstehen.

So entstehe auch mehr Innovation, wie sie in ihrem Buch Collective Genius erklärt.

Teamwork für die Generation Y

teamworkEs ist interessant, dass gerade die Generation Y, die Facebook und andere soziale Medien als lebenswichtig ansieht, so viel Wert auf Teamwork legt. Haben doch manche eher den Eindruck, dass ihnen Handy & Laptop genügen.

Doch viele von ihnen können auf ein stabiles Elternhaus zurückblicken und sind es gewöhnt, von klein auf ein grosses Mitspracherecht zu haben. Durch Internetprojekte wie Wikipedia teilen sie ihr Wissen gern mit anderen, auch mit unbekannten Menschen. Es ist ihnen bewusst, dass das Teilen von Wissen mehr Vorteile bringt.

Gleichzeitig verabscheuen sie feste Hierarchien. Teamwork und Spass an der Arbeit ist deshalb auch so wichtig, weil sie nicht mehr strikt zwischen Arbeit und Freizeit trennen. Sie wollen sich bereits in ihrer Arbeitszeit verwirklichen, nicht nur nach Feierabend.

Doch Teamwork allein kann natürlich keine Wunder stiften: Auch zufriedene Mitarbeiter wechseln ihre Jobs, wenn die eigene Arbeit nicht als sinnstiftend gesehen wird.

Janine Wolf-Schindler

Teamblog-beispiel

Der Teamblog – für viele Firmen eine tolle Kommunikationsplattform

Wie genau unterstützt ein Teamblog mein Team? Was muss ich beachten und worüber könnte mein Team schreiben? Wie präsentieren die wichtigsten Fakten.

Was ist ein Teamblog?

Ein Teamblog ist ein Blog von verschiedenen Bloggern oder Schreibern. Das können Freunde, verschiedene Experten oder Menschen mit gleichen Interessen sein. Auch Unternehmen und Teams können ein Teamblog führen. Er kann zum freien Austausch von Ideen, als informelle Wissensquelle und nicht zuletzt als Teambuilding-Aktivität dienen.

Grosse Unternehmen, aber auch KMUs, haben eventuell bereits einen Wiki mit Anleitungen und Beschreibungen von Arbeitsvorgängen. Während solche Plattformen eher dem Informationsaustausch dienen, können Blogs einen Wiki ergänzen.

Eingearbeitete Mitarbeiter werfen oft nur noch selten einen Blick in solche Wikis. Infos zu neuen Mitarbeitern, Ankündigungen zu Wettbewerben oder Weihnachtsferien – wenn sie denn dort publiziert werden – gehen schlicht unter.

Eine Art informeller Teamblog kann daher eine Lücke schliessen.

Wie benutze ich einen Teamblog?

Je nach Team- oder Unternehmensgrösse sollte man sich überlegen, ob die ganze Firma oder nur das eigenen Team teilnehmen und lesen kann. Für weniger als zwanzig Mitarbeiter lohnt sich ein solches Projekt kaum.

Wichtig ist es, diesen internen Blog von sogenanten Unternehmensblogs oder Corporate Blogs zu unterscheiden. Letztere sind an die Öffentlichkeit adressiert und repräsentieren das Unternehmen nach aussen.

Teamkommunikation

Worum geht es in dem neuen Projekt?

Es gibt aber durchaus Schnittmengen: Artikel aus dem internen Teamblog könnten auch für den offiziellen Unternehmensblog genützt werden: Berufsanfänger können von ihren ersten Konferenzen berichten, Lehrlinge könnten über ihre Erfahrungen schreiben.

Der Teamblog sollte vom ganzen Team benutzt werden. Damit er gut funktioniert, sollte jeder im Team ein bis zwei Einträge pro Jahr schreiben. Das kann natürlich auch zu zweit oder zu dritt geschehen. Sie werden sehen, es gibt viel zu berichten.

Kategorien des Teamblogs

Je nach Team sind die verschiedensten Kategorien möglich. Überlegen Sie, worüber beim Mittagessen gern in einem informellen Rahmen gesprochen wird. Sind nicht viele dieser Informationen für das ganze Team interessant?

  • Erfahrungen von anderen Standorten
  • Informelle Berichte von internationalen Konferenzen
  • Mitteilungen des HR
  • Fotos und Geschichten von Betriebsfeiern und Firmenausflügen
  • Teambuilding-Aktivitäten
  • Best-Practice Projekte
  • Erfolgsstories einzelner Teams
  • Privates (Jemand hat Nachwuchs bekommen, macht etwas Spannendes während eines Sabbaticals)

    Was gab es Spannendes auf der Messe?

    Was gab es Spannendes auf der Messe?

Im Unterschied zu offiziellen Protokollen kann und soll hier durchaus mehr geschrieben werden – wie war das Essen, das Hotel? Gab es im Taxi einen lustigen Vorfall? Wie konnten einzelne Probleme elegant oder unkonventionell gelöst werden?

Es gibt viele Informationen, die nur gut vernetzte oder kommunikative Mitarbeiter erfahren. Doch eigentlich sind sie für alle nützlich.

Vor- und Nachteile eines internen Unternehmensblogs

Genau dieser Punkt ist einer der grossen Vorteile. Zum einen hilft der informelle Austausch all jenen, die durch Mutterschaftsurlaub, Ferien, eine Auslandsreise oder längere Krankheit einiges verpasst haben. Gleichzeitig strukturiert er Informationen, die im Postfach vielleicht untergehen. Berufsanfänger können von einem solchen Angebot nicht genug bekommen.

Gleichzeitig schweisst ein Blog zusammen. Es macht Spass, gemeinsam im Team über ein erfolgreiches Projekt oder einen Auslandsaufenthalt zu berichten.

Nicht zuletzt bietet ein Teamblog die für so viele Mitarbeiter wichtige Transparenz. Wer arbeitet gerade woran? Welche Projekte haben was erreicht? Solche Informationen sind für alle Teammitglieder relevant und wichtig, um sich längerfristig mit dem ganzen Unternehmen zu identifizieren.

Der Nachteil liegt auf der Hand: Es kostet Zeit. Einmal muss der Blog aufgesetzt werden, was dank heutiger Open Source Technologien fast gratis ist. Danach lebt der Blog aber nur, wenn er regelmässig neue Einträge erhält. Doch Sie werden sehen – es macht so viel Spass, dass jeder gerne einen kleinen Beitrag leisten wird.

Janine Wolf-Schindler

 

 

Jugendliche Natel

Jugendliche sind permanent am Natel. Warum nicht als Mittel zum Teambuilding einsetzen?

Teambildung mit Snapchat oder Slack? Auf diese Idee würde ich im ersten Moment nicht kommen. Vielleicht merke ich, dass ich älter werde. Gottseidank sind es noch nicht die Falten, es ist eher so, dass Arbeitskollegen um mich herum jünger werden. Der größte Unterschied zwischen ihnen und mir ist (noch nicht) ihr jugendliches Aussehen, sondern die Wahl ihrer Kommunikationsmittel. Bei Instagram und Twitter kann ich ja gerade noch mitreden. Aber Snapchat?

Meine erste Reaktion ist zugegeben, technikfeindlich. Für was braucht es denn so etwas? (Was ist das überhaupt?)

Bis ich dann auf #NZZ GymiZite endlich die Funktion von Snapchat verstanden habe. Es ist nichts anderes als ein Spiel, als ein Ausdruck von Kreativität. Durch das schnelle Erlöschen der Bilder lässt sich Blödsinn fabrizieren, der sonst zu peinlich wäre. Ich kenne junge Teams, die sich noch nach Feierabend viel damit beschäftigen. Das gemeinsame Lachen und die gemeinsame Freisetzung von Kreativität lässt sie zusammenschweissen, ohne Frage. Durch das Rumblödeln entstehen am Ende gar neue Ideen. Zudem gehört es fest zur Lebenswelt und Ausdrucksweise der jungen Leute.

Natel am Arbeitsplatz?

Natel am Arbeitsplatz

Auch am Arbeitsplatz greift man ab und zu zum Natel

Es ist in der Schweiz nicht üblich, sein Natel am Arbeitsplatz zu benutzen. Jeder weiss aber, dass das in wenigen Betrieben strickt eingehalten wird. Meine KollegInnen sind (seltsamerweise) auch immer ganz gut erreichbar. Natürlich nervt es z.B. Lehrmeister, wenn die jungen Leute in jeder scheinbar unbeachteten Sekunde das Natel in der Hand haben. Nicht nur Arbeitszeit geht dabei weg, sondern es entstehen auch Risiken durch mangelnde Aufmerksamkeit.

Es ist daher eine schwierige Balance, die es zu halten gilt. Natel komplett verbieten – das schränkt ein und ist auch für ältere ArbeitnehmerInnen nicht attraktiv. Schliesslich will man z.B. für die Familie erreichbar sein, kurz das Wetter nachschlagen oder vielleicht sogar die Urlaubsföteli der Kollegin kommentieren.

Snapchat für Teambuilding?

Für BerufsanfängerInnen und PraktikantInnen spielt das Natel sicher eine noch größere Rolle. Sie tauschen aus, was in ihrem Leben momentan wichtig ist. Gerade in grösseren Unternehmen gibt es eventuell viele Gleichaltrige, die so in Beziehung stehen.

Ob Snapchat aber als Kommunikationsmittel eingesetzt werden soll, hängt natürlich stark von der Branche ab. Im Social Media Bereich könnte es durchaus sinnvoll sein, da dort ja schon das Recruiting über Snapchat funktionieren kann.

Snapchat könnte vor allem aber relevant sein für Branchen, die junge Kunden haben. Denn es gilt als unkomplizierte Art, das Unternehmen zu präsentieren. Es kann als Marketingtool eingesetzt werden.

Slack als optimales Teambuilding- und Kommunikationstool

Entstanden in Silicon Valley, ist Slack das Kommunikationstool für Start-Ups und Social-Media-, Design- oder Softwarefirmen. Doch auch für andere Firmen, die noch keine optimale Lösung für die interne Kommunikation haben, ist Slack eine Lösung:

  •  In Slack lassen sich beliebig viele «Channels» einrichten (Chaträume). Der Zugriff darauf wird festgelegt
  • Man kann direkt mit einzelnen Personen kommunizieren
  • Dateien können hochladen und kommentiert werden.
  • Dropbox, Trello, Twitter und andere Dienste können verknüpft werden. Zudem gibt es eine gute Suchfunktion

Doch das Beste: Besser als Snapchat lässt sich Slack auch als informelles Austauschforum einsetzen. Man kann einen Channel zum Thema «Wochenende» oder «Praktikantenchat» einführen. Dieser darf auch ruhig ohne den Chef oder die Chefin geführt werden! So geht Teambuilding ziemlich einfach, quasi automatisch.

Dort können lustige Bilder ausgetauscht werden und auch Fragen gestellt werden, die man vielleicht nicht direkt seinem Teamchef stellen möchte. Dieser informelle Austausch an Informationen ist gerade für junge Berufsanfänger und Praktikanten sehr hilfreich und wertvoll.
Slack ist somit ein ausgezeichnetes Mittel, Informationen auszutauschen; gleichzeitig ist der Spassfaktor gross.

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