Warum wir uns nach Teamevents sympathischer finden

Wir arbeiten nicht gern mit unsympathischen Kollegen zusammen.

Sie kennen das sicher: Sie müssen mit jemandem zusammenarbeiten, den sie einfach nicht sympathisch finden. Egal, wie Sie es drehen und wenden, der andere bleibt einfach unsympathisch.

Können wir das überhaupt ändern? Oder anders gefragt: Warum finden wir manche Menschen sympathisch und wie können wir dieses Urteil beeinflussen?

Welche Kollegen finden wir sympathisch?

Eins vorneweg: Wen wir garantiert unsympathisch finden, darüber berichtet die Kalaidos Fachhochschule Schweiz in einem Artikel über Wirtschaftspychologie: Alle, die «wichtigtuerischen Worthülsen» benutzen, also performen, anstatt Leistung zu bringen, sich committen um zu delivern. Solchen Jargon sollte man tunlichst vermeiden, um sympathisch und ehrlich zu wirken.

Folgende weitere Eigenschaften weisen laut dem Blog Job & Karriere all jene auf, die wir sympathisch finden:

I. Gut zuhören

Sympathische Menschen verfallen nicht in einen Monolog. Sie zeigen echtes Interesse und gehen auf die Aussagen des Gesprächspartners ein. Dazu gehört selbstverständlich auch, dass wir den anderen auffordern, weiterzusprechen.

II. Ehrliche Komplimente machen

Wer ab und zu ehrliche Komplimente macht, den mögen wir selbstverständlich auch.

III. Sich an Details erinnern

Wir fühlen uns ziemlich unwohl, wenn eine Führungskraft schon wieder etwas wichtiges vergessen hat. Sympathische Menschen fragen nach und merken auch einzelne Details aus dem Privatleben, wenn es etwa um die Gesundheit vom Partner und Kindern geht oder das jährliche Urlaubsziel. Damit einher geht, dass sie dem anderen das Gefühl geben, wichtig zu sein.

IV. Positiv und offen sein

Sympathische Menschen nehmen eine offene Haltung ein und schauen in die Augen. Ausserdem lächeln sie und beklagen sich nicht andauernd. Dazu gehört, dass sie sich nicht vorschnell ein Urteil über Andere bilden.

V. Den Gesprächspartner berühren

Durch eine kurze Berührung am Arm oder an der Schulter mögen wir den anderen, vorausgesetzt wir scheuen uns nicht vor solchen Kontakten. Daher ist hier Fingerspitzengefühl gefragt.

Wie Teamevents Sympathiepunkte bringen

Es ist unmöglich, auf all das während der Arbeit zu achten – vorausgesetzt, man findet diese Punkte nicht ohnehin selbstverständlich.

Wen wir aber im Freizeitmodus sind, ohne Stress und entspannt, fällt es uns leichter, positiv und offen zu sein. Zudem lernt man den anderen kennen und kann Vorurteile möglicherweise über Board werfen.

Wen wir mit jemanden Seite an Seite an einem Sportevent teilgenommen hat, finden wir ihn meist automatisch sympathischer.

Verkrampftes Verhalten vom Arbeitsplatz wird abgestreift und ausserhalb der Konventionen sind private Gespräche möglich. So entsteht ein persönliches Interesse.

Natürlich sind auch Teamevents kein Garant dafür. Wenn wir jemanden einfach nicht riechen können, sollten wir vielleicht in uns gehen. Manchmal sind solche Menschen uns selbst einfach zu ähnlich, und das wollen wir uns nicht eingestehen.

Janine Wolf-Schindler 

 

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